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Saturday, November

Warum Sparen manchmal ganz schön teuer wird …
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Warum Sparen manchmal ganz schön teuer wird …

Warum Sparen manchmal ganz schön teuer wird …

Anzeige | Bilder:  Vasyl – stock.adobe.com, Tanja Nedoma

Jeder der sich selbstständig macht, ob haupt- oder nebenberuflich, steht mindestens einmal vor der Frage: „Soll ich meine Buchhaltung einem Fachmann übergeben oder doch lieber selbst Hand anlegen?“ Die Kosten werden dem Aufwand entgegengestellt, und nur allzu häufig folgt schnell die Überzeugung, dass das am Anfang doch locker selbst zu bewältigen sei und man hier sinnvoll sparen könnte. Wir haben mit der Expertin Tanja Nedoma über die Vor- und Nachteile dieses mehr oder weniger „sinnvollen“ Sparens gesprochen.

 

Zu Beginn der Selbstständigkeit stehen die meisten vor der Aufgabe, das vorhandene Budget so sinnvoll wie möglich einzusetzen. Es gilt abzuwägen, in welchen Bereichen es sich lohnt zu investieren und wo man besser auf die Kostenbremse treten sollte. Auch in Sachen Buchhaltung stellt sich diese Frage, denn gerade zu Anfang, wenn das Geschäft noch nicht wirklich angelaufen ist und die Buchungsfälle sich noch im Rahmen halten, wäre dies doch eine gute Möglichkeit, ein wenig Geld einzusparen, oder?

 

Macht sparen hier wirklich Sinn?

Leider entpuppt sich dieses Vorhaben meist als Fehleinschätzung. Denn die Buchhaltung ist wahrscheinlich der einzige Bereich Ihres Unternehmens, in dem Ihnen absolut kein Fehler unterlaufen sollte. Hier gilt es nicht nur Ordnung und Sauberkeit walten zu lassen, sondern sich auch regelmäßig über neue Gesetze, Reformen und Voraussetzungen zu informieren. Dafür haben Sie am Anfang wahrscheinlich noch genügend Zeit, doch sollte das auch zukünftig wirklich zu Ihren Kernaufgaben zählen? Die meisten unter Ihnen können diese Frage getrost mit einem NEIN beantworten, denn wer sich selbstständig macht, sollte vor allem einer Sache seine größte Aufmerksamkeit schenken: dem eigentlichen Kerngeschäft. 

 

Tun Sie das, was Sie am besten können.

Gerade am Anfang gilt es, Ihr Geschäft erst einmal zum Laufen zu bringen. Widmen Sie sich der Kundenakquise, entdecken Sie Ihre Networking-Fähigkeiten, oder sorgen Sie dafür, dass Ihr Produkt noch ein wenig besser wird, und überlassen Sie all die Dinge, die nicht zu Ihren Kernkompetenzen zählen, denjenigen, die Fachleute auf diesem Gebiet sind. Auch die vom Finanzamt gesetzten Fristen sind ein Argument, die Buchhaltung einem Fachmann zu überlassen. Werden diese übersehen, drohen schnell empfindliche Strafen bzw. Schätzungen, was dann meist viel teurer kommt als der vorab konsultierte Fachmann. 

 

Unterstützen Sie Ihren Steuerfachmann

Nichts desto trotz können Sie einiges tun, um die Kosten für Ihre Buchhaltung so gering wie möglich zu halten: Sortieren Sie Ihre Belege, Bankauszüge, Eingangs- und Ausgangsrechnungen bereits von Beginn an chronologisch. Eine sorgfältig geführte Buchhaltung spart Ihrem Fachmann viel Zeit und Ihnen damit bares Geld.

 

Bleiben Sie am Ball

Auch wenn es meist verführerisch ist, sollten Sie nicht alles, was Buchhaltung betrifft, blind auf Ihren Steuerberater abwälzen. In den meisten Fällen erhalten Sie monatlich eine Betriebswirtschaftliche Analyse (BWA). Diese sollten Sie sorgfältig durchlesen und das Wichtigste: Sie sollten sie auch verstehen und interpretieren können. So haben Sie die wichtigsten Finanzbereiche Ihres Unternehmens im Blick, können bei Problemen reagieren und die ideale Lösung finden. 

 

Hier die wichtigsten Zahlen im Überblick 

für Einzelunternehmer, die ihren Gewinn durch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln:

 

Betriebseinnahmen vs. Summe der Erlöse: Während die Summe der Erlöse zeigt, was Sie mit Ihrer Tätigkeit eingenommen haben, rechnet man bei den Betriebseinnahmen auch Umsatzsteuererstattungen, Forderungszugänge aus offenen Rechnungen und Anzahlungen hinzu. 

 

Betriebsausgaben vs. Summe der Kosten: Hier verhält es sich ähnlich. Bei den Betriebsausgaben werden nämlich auch UST-Zahlungen, geleistete Anzahlungen, etc. hinzugerechnet.

 

Vorläufiges Ergebnis: Ihr vorläufiger Gewinn oder Verlust, den Sie mit der bisherigen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet haben.

 

Liquiditätsbeiträge (Betrieb | Privat): Hier wird erfasst, was Ihre Liquidität beeinflusst, sprich Ihr Bar,- bzw. Bankguthaben. Abschreibungen, Darlehensaufnahmen bzw.  Darlehensrückzahlung, Anlagenzu- und –abgänge, Privatsteuern, Privatentnahmen oder –einlagen.

 

Liquiditätsüber- oder -unterdeckung: Hier wird verglichen, was der Betrieb an Liquidität (Unter- oder Überdeckung) erwirtschaftet hat, zu- bzw. abzüglich der privaten Liquidität (Unter- oder Überdeckung). Dies ergibt in Summe die Liquidität, die dem Einzelunternehmer zur Verfügung steht bzw. was bisher an Verlust von Barmitteln entstanden ist.

 

Bestimmt steht Ihnen Ihr Fachmann bei Fragen gerne Rede und Antwort. Oder suchen Sie noch einen passenden Fachmann? Unsere Expertin Tanja Nedoma steht Ihnen in diesen Fällen gerne beratend zur Seite.

 

Kontakt & Informationen: Steuerfachwirtin Tanja Nedoma | Nocksteinstraße 5a | 83395 Freilassing | Tel.: +49 8654 3097503 | www.steuerfachwirt-nedoma.de

 

Tanja Nedomas Services im Überblick:

  • Buchen laufender Geschäftsvorfälle
  • Kontieren der Belege
  • Sortieren und Ordnen Ihrer Buchhaltungsunterlagen
  • Debitoren- und Kreditorenüberwachung
  • Betriebswirtschaftliche Beratung
  • Existenzgründungsberatung
  • Businesspläne
  • Hol- und Bring-Service
  • Unterstützung bei Personalengpässen
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