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Wednesday, August

Schlimm, schlimmer, Schimmel
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Schlimm, schlimmer, Schimmel

Schlimm, schlimmer, Schimmel

Bilder: Katarzyna Bialasiewicz photographee.eu – adobe.stock.com, Text: Sparkasse BGL

Schimmel in den eigenen vier Wänden ist nicht nur optisch ein Problem, sondern auch schädlich für Ihre Gesundheit. Aber wo kommt Schimmel her? Und was können Sie dagegen tun?

 

Hätten Sie’s gewusst? Sporen von Schimmelpilzen kommen überall in der Natur vor. Sie befinden sich sowohl in der Luft als auch im Boden. Und das ist gut so, denn sie sind dafür zuständig, organische Materialien zu zersetzen. So vergeht Altes, und Neues kann entstehen. Problematisch wird es dann, wenn sich Schimmelsporen in großer Zahl in Innenräumen ausbreiten. Sie sorgen für unschöne, feuchte Flecken an den Wänden und sind extrem gesundheitsschädlich. 

 

Ursachen von Schimmelbildung

Schimmelpilze lieben eine feuchte, warme Umgebung. Deshalb fühlen sie sich in unseren Wohnungen und Häusern so wohl. Vor allem, wenn wir falsch heizen und nicht ausreichend lüften. Wenn Sie zum Beispiel kochen, duschen oder Wäsche zum Trocknen aufhängen, steigt die Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Klar, Wasser verdunstet und gelangt so in die Raumluft. Über den Tag verteilt sind das mehrere Liter. Sogar, wenn Sie sich nur in Ihren Räumen aufhalten, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit – denn jeder Mensch dünstet Wasser aus. Die Feuchtigkeit, die dabei entsteht, lagert sich an den Stellen im Raum ab, wo es am kältesten ist – zum Beispiel an Ihren Fenstern. Auch Naturmaterialien wie Holz oder Kunstharz ziehen Feuchtigkeit an. Genauso wie Bereiche, an die nur wenig Luft kommt, wie die hinter einem Schrank im Schlafzimmer.

 

Schimmel – und jetzt? 

Bis Schimmel sichtbar wird, ist bereits einiges passiert. Sporen und Staub haben sich niedergelassen und aufgrund von Wärme und Feuchtigkeit vermehrt. Schimmelpilze sind gewachsen und erscheinen als dunkle Flecken. Wenn Sie diese entdecken, ist der Befall schon weit fortgeschritten, und das bedeutet: Zeit zu handeln! 

 

  • Bei allen glatten Flächen wie zum Beispiel Fliesen greifen Sie zum Entfernen des Schimmels am besten auf Hausmittel wie Wasserstoffperoxid oder Brennspiritus zurück. 
  • Raue Oberflächen lassen sich nicht vom Schimmel befreien. Entfernen Sie befallene Bereiche von Tapeten, Gips oder Span komplett. Die Wand darunter sollten Sie im Anschluss mit einem Anti-Schimmel-Mittel oder Alkohol behandeln, bevor Sie sie neu tapezieren oder verkleiden. 
  • Gibt es Polster oder Textilien mit Schimmelbefall, sollten Sie diese komplett entsorgen. 

 

Sobald Schimmel nicht nur oberflächlich auftritt, sondern in Wände oder anderes Baumaterial eingedrungen ist, sollten Sie einen Fachmann kontaktieren.

Das gilt auch, wenn die betroffenen Flächen größer als ein halber Quadratmeter sind. Es ist wichtig, die Ursache für den Schimmelbefall zu finden. Nur so kann sichergestellt werden, dass dieser auch nachhaltig aufgehalten wird. Sind Baumängel für den Schimmelbefall verantwortlich, braucht es eine Schimmelsanierung. Hier helfen Ihnen Experten weiter. Sie erstellen ein professionelles Gutachten und beraten Sie, was zu tun ist. 

 

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