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Thursday, April

Eine Heimat für Stare
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Eine Heimat für Stare

Eine Heimat für Stare

Bild und Text: Reinhard Hauff

Der Star ist einer der am weitest verbreiteten Sing- und Zugvögel Europas. Er ist etwas kleiner als eine Amsel und schmückt sich mit einem schwarzen, metallisch grün oder blau glänzendem Federkleid mit hellen Federspitzen. Wir erkennen ihn sofort als Höhlenbrüter auf einem Starenkasten, wo er aufgeregt mit seinen Flügeln schlägt. Bekannt ist er auch als hervorragender Imitator anderer Vogelstimmen. Ein Star kann bis zu 20 Jahre alt werden, ist ein Allesfresser und ernährt sich von Insekten, Regenwürmer, Larven und Schnecken genauso gern wie von Beeren.

 

In Bayern ist er noch nicht gefährdet, die Bestände gehen aber zurück. Schuld ist – wie fast immer – die intensive Landwirtschaft. Es gibt immer weniger Viehweiden und Koppelfelder. Auch Beeren tragende Hecken sucht der Star zwischen den Feldern meist vergeblich. Dafür sorgen Unmengen von Pestiziden  dafür, dass wir in den letzten Jahren bereits um die 80 Prozent der Insekten vernichtet haben! Aber auch Bruthöhlen in alten Bäumen werden immer weniger. Hat der Mensch doch das Holz als immer beliebtere Einnahmequelle entdeckt. 

 

Deshalb ist es umso wichtiger, dass jeder Einzelne etwas für diese Tierart tut.

 

Wer dem Star etwas Gutes tun will, hängt in seinem Garten einen oder mehrere Nistkästen auf. Fertige Nistkästen für Stare gibt es z. B. unter www. vivara.de. Ganz besonders gute Erfahrungen habe ich hier mit dem Nistkasten „Star“ gemacht. Dieser war bereits nach zwei Tagen besetzt und erfreut sich jedes Jahr ungebändigter Beliebtheit. Wichtig ist, dass das Einflugloch einen Durchmesser von 45 mm hat. Der Starenkasten sollte bereits im Winter ca. vier Meter über dem Boden so angebracht werden, dass sich das Einflugloch an der wetterabgewandten Seite befindet und dass er im Wind nicht schaukelt. Sehr gut eignen sich alte Bäume, Schuppen, Scheunen oder Hauswände. Wichtig ist, dass die Vögel zum Nistkasten einen freien Anflug haben. Andernfalls nehmen sie den Kasten nicht an.

 

Um eine Überhitzung im Innenraum zu vermeiden, sollte der Platz möglichst nicht in der prallen Sonne liegen. Die Brutzeit beginnt meist im April. Sie kann sich einige Wochen hinziehen, insbesondere wenn bis zu drei Bruten folgen. Im Spätherbst sollten dann die alten Nester aus dem Kasten entfernt und der Kasten gereinigt werden. Achten Sie darauf, dass bereits spätestens Ende Januar im Garten ausreichend Futter vorhanden ist. Normales Streufutter ist hier ungeeignet. Hervorragend eignen sich so genannte Energiekuchen, die es speziell für Stare gibt. Sie erhalten diese ebenfalls über www. vivara.de.

Ihr Reinhard Hauff, Mitglied im Vorstand des Tierschutzvereins Bad Reichenhall und Umgebung e. V. 

 

Tierschutzverein Bad Reichenhall und Umgebung e. V. | Teisendorfer Str. 52 | 83435 Bad Reichenhall | Tel.: +49 8651 2665 | Notfallnummer: 0173 5729219 | www.tierschutzverein-bad-reichenhall.org

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