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Monday, November

Barbara Fichtenbauer
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Barbara Fichtenbauer

Barbara Fichtenbauer

Bilder: Barbara Fichtenbauer

Barbara Fichtenbauer ist Musikerin aus Leidenschaft und begeistert mit ihren Songinterpretationen Jung und Alt. Wir haben die sympathische Singer-/Songwriterin zum Interview getroffen. Mit viel Ehrlichkeit und Authentizität zog sie uns sofort in ihren Bann.

 

Stell dich doch mal vor!

Gerne! Ich wills mal in Kurzform versuchen… Ich bin Barbara, Herzens-Musikerin, Mama und Lebensliebhaberin. Komisches Wort, aber das drückt es wohl ganz gut aus. 

 

Welche Musikrichtung favorisierst du persönlich?

Ich liebe alles was ehrlich und authentisch ist – was direkt vom Herzen kommt und mich berührt. Da ist das musikalische Genre für mich dann eher zweitrangig. Wenn ich mir aber ein Genre aussuchen müsste, würde ich mich immer für akustische und ruhigere Musik im Singer-/Songwriter-Stil entscheiden. 

 

Wie bist du zur Musik gekommen?

Mich haben schon als ganz kleines Kind Klänge aller Art fasziniert. Und so hab ich mir Gummiringe über einen Schuhkarton gespannt und mir mein erstes eigenes Instrument gebaut. Eigentlich wollte ich mit 9 Jahren einen Sportkurs belegen, da ich aber für diesen noch zu klein war, wurde ich kurzerhand von meinen Eltern zum Gitarrenunterricht angemeldet – was sich im Nachhinein durchaus als Gewinn herausgestellt hat. Schon als Teenager hab ich begonnen, eigene Songs zu schreiben und mich im Rahmen der Kirche musikalisch auszuprobieren. Ich hatte eigentlich nie den großen Traum Sängerin zu werden oder gar Gesang zu studieren, wie ich es letztlich gemacht habe, das ist mir mehr oder weniger passiert. Ich dachte immer, das ist zu weit weg für mich, das ist zu abgehoben und außerhalb meiner Liga. Somit könnte man sagen, die Musik ist mehr zu mir gekommen als ich zu ihr. 

 

Was bedeutet Musik für dich, und was ist deine Message?

Musik ist so Vieles für mich. Musik ist ganz oft einfach nur Wohlfühlen, Seelentröster, aber auch Freudenspender. Sie fordert mich heraus, bringt mich an Grenzen und fängt mich auch wieder auf. Sie schafft Verbindung zu vielen für mich besonderen Menschen, die ich ohne Musik wohl nie so kennengelernt hätte. Eine bestimmte Message habe ich eigentlich nicht. Was mich bewegt und was ich weitergeben möchte, das variiert von Lebensphase zu Lebensphase, manchmal sogar von Tag zu Tag. Im Grunde möchte ich aber Menschen eine gute Zeit schenken, sie abholen können von dort, wo sie grad sind. Überall dort, wo Verbindung entsteht, hab ich wohl meinen Auftrag als Musikerin erfüllt. Das klingt so edel, aber ganz ehrlich – das ist nicht immer die Realität. Oft ist man einfach nur froh, wenn der Sound passt und man sich selbst hört. Aber schön sind solche Momente trotzdem und umso besonders.

 

Hast du ein Ritual, das du vor jedem Auftritt zelebrierst, oder gehst du einfach auf die Bühne? Hast du Lampenfieber?

Ich habe kein fixes Ritual. Oft zieh ich mich aber kurz noch mal zurück, gehe in mich, seh mir die Setliste durch und schau, dass ich mich spüre und bei mir bin. Ein bisschen Aufregung ist irgendwie immer dabei. Ich würde es aber nach all den Jahren nicht mehr als Lampenfieber bezeichnen. Es ist ein kleiner Kick, eine gute Energie, die mir hilft mich zu konzentrieren und voll da zu sein. Wenn einem alles schon so egal ist und einem dieser kleine Kick abhandenkommt – auch schon erlebt – dann fehlt irgendwie was, und es schleicht sich eine lustlose Routine ein. Das hat für mich dann nichts mehr mit Leidenschaft zu tun, und dann wird es höchste Zeit etwas zu ändern.

 

Wie wichtig ist Vielfalt in der Musik für dich?

Vielfalt in der Musik ist unbedingt notwendig. So vielfältig wie die Menschheit selbst, so vielfältig muss Musik sein. Sonst würde sie ihren Auftrag verfehlen.

 

Welche Künstler bewunderst du persönlich?

Es gibt so viele, aber für mich persönlich am herausragendsten ist wohl die viel zu früh verstorbene Eva Cassidy. Sie hatte eine Stimme und eine Virtuosität beim Singen und Gitarrespielen wie kaum sonst jemand, den ich gehört habe. Ich bewundere aber z. B. auch die Grenzenlosigkeit einer Björk oder die oft brachiale Stimmgewalt einer Sia, die Melancholie einer Billie Holiday oder die Direktheit einer Marlene Dietrich. Ganz abseits von den großen Weltstars bewundere ich aber viele Mitmusiker in meinem Umfeld, die es immer wieder schaffen etwas Neues zu kreieren, die dran bleiben, sich nicht entmutigen lassen, sich treu bleiben und ihre Vision leben. 

 

Wie oft probst du?

Das mit dem Proben ist relativ. Da ich auch Mama von zwei entzückenden kleinen Buben (5 und 2 Jahre) bin, bleibt mir nicht immer so viel Zeit, wie ich gerne hätte. Als geborener Perfektionist würde ich gerne viel mehr proben und mir Sachen „auschecken“ als momentan möglich ist. Umso kostbarer sind jedoch die Momente, wo ich konzentriert und mehrere Stunden am Stück arbeiten kann. Im Rahmen meiner Unterrichtstätigkeit am Musikum Salzburg Stadt komme ich natürlich auch selbst viel zum Üben, ich genieße es sehr, nicht nur selbst zu singen, sondern auch andere Menschen musikalisch zu fördern. Diese Balance ist mir persönlich sehr wichtig.

 

Barbara Fichtenbauer kann als Sängerin für Veranstaltungen aller Art sowie auch für Konzerte gebucht werden.

Kontakt und Informationen:

www.barbarafichtenbauer.at 

oder die Homepage ihrer Partyband 

www.melangeroyal.at

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